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Marlee Matlin, gehörlose Oscar-Preisträgerin und bekannt aus einer Vielzahl von Filmen, wollte das Leben einer gehörlosen Familie in einer Fernsehserie, einer "Reality Show", darstellen. Die Produktion hat sie aus eigener Tasche vorfinanziert. Die Sender fanden den Pilotfilm auch Klasse, fürchteten aber, dass sich zu wenig Hörende den Film ansehen würden - und lehnten ihn ab. Marlee hat den Film kurzerhand bei YouTube hochgeladen. Nun können ihn Zuschauer auf der ganzen Welt sehen, mit ASL (American Sign Language) und englischen Untertiteln. Die "deaf family" ist übrigens eine stinknormale deaf family, nicht zum Vorzeigen geschönt. Vier von den sechs Familienmitgliedern sind gehörlos, zwei Kinder hörend. Die CODAs sind stolz auf ihre Eltern, aber manchmal wäre es schon einfacher, wenn sie hören könnten. Und der Vater ist oral erzogen worden und hat erst als Teenager Gebärden gelernt. Statt "deaf is beautiful"-Fassade also das wirkliche Leben. Und Marlee Matlin selbst taucht gelegentlich auch in dem Film auf, als Moderatorin, aber nur am Rande. |
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Die 50. Vibelle-TV-Sendung ist online! Seit September 2007 produziert www.vibelle.de eine eigene Internet-TV-Sendung: Vibelle-TV. Jede Sendung von Vibelle-TV beschäftigt sich mit einem eigenen Thema. Zum Beispiel gab es Sendungen über verschiedene Kongresse (WFD Madrid, DHI Stockholm), Sportveranstaltungen (Deaflympics 2009, Deaf Champions League), aber auch zu Themen wie Agenda 2010, Globalisierung oder Barrierefreiheit im Internet. In diesen Tagen nun feiert das Team von Vibelle-TV die Veröffentlichung seiner 50. Sendung. Sie behandelt das Thema "Mobilität und Umwelt" aus verschiedenen Perspektiven. Schaut doch mal rein! Die vergangenen 49 Sendungen von Vibelle-TV sind übrigens jederzeit auf www.vibelle.de im Archiv zu finden. |
UN-Behindertenrechtskonvention in DGS
Ein gewaltiges Projekt zur Barrierefreiheit hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Internet verwirklicht: Die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland im Februar 2009 ratifiziert hat, ist vollständig in DGS übersetzt worden. Das bedeutet, dass ingesamt alle 50 Artikel plus Präambel und Fakultativprotokoll in DGS übersetzt wurden. Als Übersetzer wurden bekannte Gehörlose engagiert: Knut Weinmeister (Gebärdenwerk), Thomas Mitterhuber (Spectrum11, München), Helmut Vogel (KUGG-Vorsitzender, Frankfurt) Daniela Gnerlich (Gehörlosenpädagogin, Hamburg) Thomas Zander (1. Vorsitzenden des Gehörlosenverbands Berlin) und Professor Dr. Christian Rathmann (Institut für Deutsche Gebärdensprache, Hamburg).
Insgesamt 106 Filme sind da aufgelistet. Ein Mammutwerk! Jetzt müssten Gehörlose eigentlich Experten in Sachen UN-Konvention und Politik werden. Einige Stunden Zeit zum Ansehen der DGS-Videos sollten sie sich allerdings nehmen! Die DGS-Videos gibt es neuerdings auch auf DVD - kostenlos! |
Unter diesem Motto ist vorgestern eine Kampagne mit Großflächenplakaten am Hauptbahnhof in Augsburg gestartet. Sie wird bis Ende des Jahres an den Bahnhöfen fünf weiterer deutscher Großstädte fortgeführt (in Berlin, Hamburg, Köln, München und Stuttgart). |
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Hier können sich alle Interessierten, Gebärdensprachdolmetscher/innen und solche die es werden möchten, austauschen. Schüler/innen des Instituts können den Unterricht untereinander reflektieren, Trainingsmaterial weitergeben, Dateien hochladen, Termine vereinbaren und Kontakt zu den Dozenten/innen aufnehmen. Einfach mit Benutzernamen, Email-Adresse und Passwort registrieren. |
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Probieren Sie es mal aus! Stellen Sie sich vor den Spiegel und sprechen die beiden Wörter! Sie werden feststellen: Die Mundbilder sind nahezu gleich. Ein schlagender Beweis für die Mehrdeutigkeit von Mundbildern und die Probleme, die es beim Absehen gibt. Nein, AbLESEN ist wirklich nicht die richtige Bezeichnung. Beim Lesen kann man jeden einzelnen Buchstaben sehen. Beim Absehen dagegen nur etwa 30%. Der "Rest" von 70% ist mehrdeutig und muss aus dem Zusammenhang kombiniert werden. Eine Kunst, die man erlernen und trainieren kann. Dafür gibt es spezielle Institutionen, wie z.B. die Praxis Roland Hanik in München. In einem Interview mit der Schweizer Zeitschrift "dezibel" erklärt Roland Hanik, mit welchen Methoden Hörgeschädigte ihre Absehfähigkeiten verbessern können: |
Besondere Linkempfehlungen
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